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Aus der Eibinger Geschichte

 
                   
 

An den südlichen Hängen des Rheingaugebirges, oberhalb der "Touristenmetropole" Rüdesheim am Rhein, liegt, eingebettet in den Weinbergen des Rheingaues, Eibingen mit seiner Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Hildegard und der Benediktinerinnen-Abtei gleichen Namens. Schon Heinrich von Kleist schwärmt:

"Das ist eine Gegend, wie ein Dichtertraum und die üppigste Phantasie kann sich nichts Schöneres denken, als dieses Tal..."

Eibingen wird bereits 942 erwähnt, gewann aber wohl erst durch die Gründung des Klosters im Jahre 1148 größere Bedeutung. Durch Urkunde des Erzbischofs Heinrich I. von Mainz wird bekundet, dass Frau Marcka von Rüdesheim ein Kloster gestiftet hat, welches dem Martinstift von Mainz unterstellt wurde. Durch die Neubegründung durch die heilige Hildegard 1165 wurde das Kloster den Benediktinerinnen zugeführt, die eine enge Bindung zum, ebenfalls von Hildegard gegründeten Kloster Rupertsberg bei Bingen, unterhielten.Als das Kloster Rupertsberg 1632 von den Schweden eingeäschert wurde, flüchteten sich die Schwestern nach Eibingen und brachten die Reliquien sowie verschiedene Handschriften der heiligen Hildegard mit.

Die Geschichte des Dorfes Eibingen war immer eng mit der Rüdesheims verknüpft: So im Bauernaufstand von 1525, in den wechselnden Ereignissen des Dreißigjährigen Krieges und in den Jahren 1666/67 als die Pest im Rheingau grassierte.

Eine eigene Pfarrkirche besaß der Ort bereits vor der Klostergründung; 1226 wurde der Klosterprobst zugleich Seelsorger von Eibingen, ab 1316 gab es wieder selbständige Pfarrer in der, dem Hl. Johannes dem Täufer geweihten, am oberen Ende des Ortes gelegenen Kirche. Diese wurde 1831, als das Kloster mit Klosterkirche von der Gemeinde gekauft wurde, überflüssig und abgerissen.

In der Nacht vom 3. auf den 4. September 1932 wurden die alte Klosterkirche und ein Teil der anliegenden Gebäude ein Raub der Flammen. Die sofort wiederaufgebaute, neue Pfarrkirche wurde im Juli 1935 konsekriert und ist bis heute Ziel zahlreicher Wallfahrer, die die heilige Hildegard verehren. Diese besuchen dann auch die "neue" Abtei St. Hildegard, die, oberhalb von Eibingen inmitten der Weinberge gelegen, am 7. September 1908 geweiht wurde und Schwestern des Benediktinerinnen-Ordens, Nachfolgerinnen der heiligen Hildegard, beherbergt.

Am 1. April 1939 - eines der schwärzeren Kapitel der Ortsgeschichte, nicht nur wegen der politischen Verhältnisse... - wurde das Dorf Eibingen in die Stadt Rüdesheim eingemeindet.

 

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Eibingen am Rhein - denn es gibt nichts Schöneres, als Eibinger zu sein!